Franken Apotheke

Innenraumluftanalysen

Unsere Raumlufttests

Sollten Sie unter gesundheitlichen Beschwerden leiden, deren Ursache ungeklärt ist, Sie aber die Vermutung haben, dass dafür Wohnraumgifte verantwortlich sein könnten, eignen sich unsere Untersuchungen bzgl. gesundheitsgefährdender Schadstoffe in der Innenraumluft zur Abklärung. Die Symptome gesundheitlicher Störungen durch Raumluftbelastungen können vielfältig sein. Sie reichen von Reizungen, Allergien und Störungen der Psyche und des Nervensystems bis hin zu Krebs. Auch Auswirkungen auf das Immunsystem und die Fruchtbarkeit konnten nachgewiesen werden.

Der moderne Mensch hält sich in unserer Gesellschaft etwa 80 bis 90 % des Tages in Innenräumen auf (privat, am Arbeitsplatz, im Auto etc.). Dieses gilt insbesondere für alte und kranke Menschen, Säuglinge sowie Kleinkinder, also Personengruppen, die gesundheitlich gegenüber Schadstoffen in Innenräumen besonders anfällig sind.
Seit den 90er Jahren werden vermehrt Untersuchungen von Luft und Materialien in Innenräumen durchgeführt. Damit wird gerade auch dem umweltmedizinischen Umstand Rechnung getragen, dass Innenraumluftschadstoffe zu Erkrankungen unterschiedlichster Art führen können bzw. auf Krankheitsverläufe einen verschlechternden Einfluss haben. Immer mehr Menschen fühlen sich unwohl, haben Kopfschmerzen, Allergien und Atemwegsprobleme, schwitzen viel und schlafen schlecht. Die Kenntnis der Innenraumluftqualität in den eigenen vier Wänden ist letztendlich ein probates Mittel, um Gesundheitsstörungen zu ergründen und einen vorsorglichen Gesundheitsschutz zu betreiben.
Folgende Produkte bieten wir gegenwärtig im Bereich Raumluftuntersuchungen an:
Raumlufttest S 1, 2, 3
Raumlufttest L 1, 2

Raumluft S1: Quantifizierung und Beurteilung von über 35 schwerflüchtigen Raumluftgiften

Wir untersuchen in Ihrer Hausstaub- oder Materialprobe über 35 Substanzen, die als Leitsubstanzen bestimmter Stoffklassen gelten bzw. bei höheren Konzentrationen nachweislich zu Gesundheitsschäden führen können. Leitsubstanzen sind hierbei Verbindungen, die bei erhöhtem Vorkommen auch auf ein Vorkommen anderer häufig noch gefährlichere Verbindungen schließen lassen.

Folgende Stoffe werden bei Raumluft S1 quantifiziert:

Die Ergebnisse der Untersuchung gehen Ihnen in einem umfangreichen, verständlichen Prüfbericht zu, der zudem eine Bewertung/Interpretation ihrer Raumluftqualität enthält. Zur Beurteilung der erhaltenen Schadstoffdaten gibt es gegenwärtig zwar noch keine verbindlichen Grenzwerte, nach Expertenmeinung sollte die Belastung aber jeweils unter 1 mg/kg Hausstaub liegen. Folgende von Umweltmedizinern anerkannte Beurteilungsmaßstäbe finden für Hausstaubproben Anwendung:

Raumluft S2: Raumluft S1 mit zusätzlicher Untersuchung auf Pentachlorphenol (PCP)

1989 wurde mit Inkraftsetzung der PCP-Verbotsverordnung in Deutschland dem Umstand Rechnung getragen, dass der allgemein verbreitete Einsatz von Pentachlorphenol als Holzschutzmittel-Wirkstoff zu einer hohen Konzentration in Urin- und Blutplasmaproben der Allgemeinbevölkerung geführt hat. PCP ist im Tierversuch nachweislich als krebserregend eingestuft und es gilt das Minimierungsverbot, d. h. die PCP-Belastung beim Menschen ist möglichst niedrig zu halten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Umweltbundesamt (UBA) empfehlen PCP-Konzentrationen in der Luft (Innenraum- und Außenluft) von unter 1 μg/m3. Neuere medizinische Studien belegen, dass mit der PCP-Verbotsverordnung die durchschnittliche Belastung der Bevölkerung niedriger geworden ist. Gleichzeitig werden aber weiterhin erhöhte PCP-Belastungen festgestellt. Hier gilt es, die Quellen abzuklären und ggfs. geeignet zu sanieren!

Raumluft S3: GC/MS-Schadstoffscreening inkl. Quantifizierung spezieller Weichmacher

Mittels einer Substanzdatenbank (NIST), die über 100000 Substanzen erfasst, werden die 10 größten organischen Hauptinhaltsstoffe der Probe (Hausstaub, Material) identifiziert. Dieses wird ermöglicht über das Messprinzip der Gaschromatographie, die gekoppelt ist mit einem massenspektrometrischen Detektor (GC/MS). Das Verfahren des Schadstoffscreenings ist sinnvoll, um schwerflüchtige Substanzen qualitativ erfassen zu können, die nicht über unsere Untersuchungen Raumluft S1 und S2 erfasst sind. Hierbei können z.B. in größeren Mengen in Hausstaub vorhandene Phthalate gefunden werden, die Kunststoffprodukten in großen Mengen zugesetzt werden und langsam aus diesen ausgasen (Weichmacher).

Probenahme

Hausstaub: Die Untersuchung von Staubproben, die leicht durch Staubsaugen gewonnen werden können, bieten ein anerkanntes und verlässliches Verfahren, um eine Abschätzung der Raumluftbelastung mit schwerflüchtigen Schadstoffen vorzunehmen. Die Probenahme (VDI-Vorschrift 4300, Blatt 8) kann auch von Laien einfach durchgeführt werden und ist ausführlich in der mitgelieferten Anleitung beschrieben.
Material: Ebenso ist es möglich, von einem bestimmten in Verdacht stehenden Material eine Probe zu nehmen und untersuchen zu lassen. Es wird dabei an einer unauffälligen Stelle ca. 1 g des Materials (z. B. Teppichboden, PVC-Boden, Tapete, Holzspäne etc.) abgetragen.

Raumluft L - leichtflüchtige Wohnraumgifte

Die Untersuchung auf flüchtige organische Schadstoffe und Lösungsmittel in der Raumluft empfiehlt sich häufig dann, wenn bereits eine leichte geruchliche Belastung wahrzunehmen ist. Hierbei können süßliche, aromatische Gerüche bzw. der Geruch nach Verbranntem oder Chemie Hinweise auf eine gesundheitsgefährdende Belastung der Innenraumluft sein. Kopfschmerzen, chronische Müdigkeit und die Reizung von Atemwegen und Schleimhäuten sind nur einige Symptome, die durch flüchtige Wohnraumgifte verursacht werden können.

Raumluft L1: Untersuchung und Klassifizierung von über 40 organischen Lösungsmitteln und leichtflüchtigen Raumluftgiften

Mit diesem Test wird die durchschnittliche Belastung an inhalierbaren flüchtigen Luftschadstoffen über einen Zeitraum von 14 Tagen ermittelt. Hierbei wird ein Passivsammler am Besten zentral in dem Raum, der untersucht werden soll, in ca. 1,50 m Höhe aufgehängt (Ermittlung der Raumluftbelastung). Mittels einer mitgelieferten Halterung kann er aber auch direkt von einer Person in Brusthöhe getragen werden (Ermittlung der personenspezifischen Belastung). Der Sammler ist mit Aktivkohle gefüllt, die aufgrund ihrer hohen spezifischen Oberfläche Schadstoffe anreichert. Im Labor werden die angereicherten Substanzen analysiert. Dieses für Immissionsmessungen und im Bereich der Innenraumluftanalytik anerkannte Verfahren bringt fundierte Kenntnisse zur Innenraumluftbelastung durch leichtflüchtige und flüchtige organische Schadstoffe.

Folgende Verbindungen werden bei Raumluft L1 quantifiziert:

Die Ergebnisse der Untersuchung gehen Ihnen in einem umfangreichen, verständlichen Prüfbericht zu, der zudem eine Bewertung/Interpretation Ihrer Raumluftqualität enthält.

Raumluft L2: GC/MS-Schadstoffscreening (Zusatzuntersuchung)

Mittels einer Substanzdatenbank (NIST), die über 100000 Substanzen erfasst, werden die 10 größten organischen Hauptinhaltsstoffe der Raumluftprobe nach Sammlung mittels eines Passivsammlers (siehe Test Raumluft L1) identifiziert. Dieses wird ermöglicht über das Messprinzip der Gaschromatographie, die gekoppelt ist mit einem massenspektrometrischen Detektor (GC/MS). Das Verfahren des Schadstoffscreenings ist eine sehr sinnvolle Ergänzung der Raumluft L1 Untersuchung. Es ermöglicht einen Überblick über die flüchtigen organischen Hauptinhaltsstoffe ihrer Innenraumluft und gibt somit wichtige zusätzliche Informationen über die Qualität der Raumluft. Die Raumluft L2 Untersuchung kann als Zusatzpaket zur Raumluft L1 Untersuchung bestellt werden.

Grundlegende und vertiefende Literatur

Anbieter informativer Internetseiten zum Thema Innenraumluftqualität - Schadstoffe - Gesundheit


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